Nintendo DS oder Sony PSP?


Der Nintendo DS ist in ländlichen Gefilden vor allem durch die Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging Werbung bekannt. Wer sich für den Kauf des kleinen Gerätes entscheidet, muss damit rechnen eine Summe von 160,- bis 220,- auf den Ladentisch blättern zu müssen. Es kommt immer ganz darauf an, welches Bundle gekauft wird, denn davon hängt die Preisspanne normalerweise ab.
Wer den einen oder anderen Euro sparen möchte, sollte sich den Nintendo DS gebraucht zulegen. Zocker die auf opulente Grafik stehen, werden durch den Nintendo DS sicherlich nicht befriedigt werden – da ist eine Playstation Portable die klar bessere Alternative. Der Nintendo DS ist im Jahre 2005 erschienen – danach gab es ( wie bei fast jeder Konsolengeneration auch) einen optisch verbesserten Ableger, den Nintendo DS Light, der vor allem komfortabler gebaut ist. Natürlich ist die neuere Version teurer.
Hervorzuheben wäre die Abwärtskompatibilität des Nintendo DS: Gameboy Advance Cartridges können nämlich auch abgespielt werden. Das vergrößert natürlich die Spielauswahl. Den Handheld gibt es in verschiedenen Farben. Von Blau bis Pink ist nahezu alles vorhanden, was das Herz begehrt.
Die Zielgruppe von Nintendo richtet sich wieder eher an die Jüngere Fraktion. Spiele wie Pokemon, Mario und Co. sind typische Produkte, die nicht gerade Erwachsene ansprechend finden.
Nintendo DS hat zu wenig Zusatzoptionen
Im direkten Konkurrenzkampf mit der PSP zieht der Nintendo DS vor allem in Sachen Features den Kürzeren. Die PSP bietet Internetzugang und eine MP3-Player Funktion, während der Nintendo DS dies mit seiner innovativen Spielmechanik versucht wettzumachen: Über einem Touchscreen können Charaktere mittels eines Stiftes dirigiert werden, d.h. Steuerkreuz ade. Ein neues Spielgefühl soll vermittelt werden und es ist nicht abzustreiten, dass Nintendo dieses Vorhaben zum größten Teil realisiert hat.
Dabei gibt es eine Besonderheit zu beachten: Der Handheld besitzt 2 Bildschirme und nur der untere ist Berührungsempfindlich. Allerdings liegt beim Spielen das Hauptaugenmerk auch ganz klar auf den unteren Bildschirm – der obere gibt dem Spieler in der Regel Zusatzinformationen, wie z.B. bei Mario Kart den Verlauf der Rennstrecke oder dient dazu mehr von der Landschaft darzustellen (z.B. den Himmel). Der Nachteil ist, dass das Touchscreen (wenn die Schutzfolie nicht mehr vorhanden ist) schnell Abnutzungserscheinungen aufweist.
Innovatives Konzept des DS, soll die Sony PSP in den Schatten stellen
Außerdem ist es möglich über das integrierte Mikorofon verbal Befehle zu geben. Gutes Beispiel wie dieses Feature benutzt wird: In Zelda: Phantom Hourglass beißt man sich an einem Gegner die Zähne aus, da dieser mit dem Schwert nicht zu bezwingen ist und obendrein der arme Held Link großen Energieverlust bei einem Angriff von diesem erleidet. Erst wenn ihr den Halunken anschreit ( und das wortwörtlich gemeint) ist es möglich diesen lästigen Widersacher loszuwerden.
Dafür ist die Spielwahl einer Playstation Portable um einiges bestechender: Ein Final Fantasy Crisis Core, das durch eine epische Story zu begeistern weiß, lässt sich in keinster Weise auf einem Nintendo DS realisieren. Es gibt neu aufgelegte Final Fantasy Teile für den Nintendo DS, allerdings befindet sich die Grafik auf besserem Super Nintendo Niveau, d.h. sie ist veraltet. Für Fans der Reihe allerdings immer noch ziemlich interessant.
Allerdings setzt Nintendo auch auf eine andere bisher ziemlich vernachlässtigte Sparte: Spielend lernen. Das macht Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging möglich. Ist der Spieler zuerst über sein geistiges Alter erschrocken, steigt die Motivation sich von Denkspiel zu Denkspiel zu steigern. Sogar Englisch lernen, wird mit dem Spiel Englisch Training ermöglicht.
Schlussendlich bleibt zu sagen, dass es nicht einfach ist, sich zwischen einer PSP und einem Nintendo DS zu entscheiden. Zumal diese preislich gesehen etwa gleich viel kosten. Allerdings hat die PSP dank seiner Multimedia Funktionalität einen klaren Pluspunkt. Filme können angesehen werden und MP-3 Songs können abgespielt werden. Zumindest für unterwegs kann die Ablenkung durch den PSP beliebig variiert werden. Spielen, Musik hören oder einfach einen Film genießen stehen für den Spieler immer zur Auswahl. Beim Nintendo DS bleibt zumindest in dieser Hinsicht nicht viel Freiraum.
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